Christliche Freie Pfadfinderschaft   
Goldenstedt und Lutten  
-Stamm Südburg-

 

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Etwas Pfadfindergeschichte

Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell, Lord of Gillwell wurde am 22. Februar 1857 in London geboren und hatte ein recht ereignisreiches Leben.
Anfang August 1907 führte er mit 20 Jungen aus allen gesellschaftlichen Schichten das erste Pfadfinderlager durch. In den Monaten danach erschien sein Buch "Scouting for Boys" als Zeitschriftenserie in ganz Großbritanien - und damit war der Anfang einer Erfolgsgeschichte gemacht.
Schon 1909 gab es die ersten Pfadfinder in Deutschland und bis die Pfadfinderei in der Nazizeit verboten wurde wuchs die Pfadfinderei auch hier.
Schon sehr bald nach dem Krieg fanden sich die ersten Pfadfinder wieder zu Sippen und Stämmen zusammen - und die 50er Jahre wurden die Blütejahre der deutschen Pfadfinderei.
Als in den 60ern die politischen Wirren und Strömungen die Pfadfinderbewegung erreichten kam es verstärkt zu Spaltungen in der Pfadfinderei - ein Trend der leider bis heute anhält. So haben wir mitlerweile mehr als 160 Bünde und Verbände in Deutschland - und ständig kommen neue hinzu.
Allen gemeinsam ist aber hoffentlich die Philosophie der Pfadfinderei, die der Gründer Baden-Powell in seinen Abschiedsbrief noch einmal zusammengefaßt hat bevor er am 08.01.1941 in Nyeri / Kenia starb:

Abschiedsbrief Baden-Powells an die Pfadfinder der Welt

Liebe Pfadfinder!

In dem Theaterstück "Peter Pan", das Ihr vielleicht kennt, ist der Piratenhäuptling stets dabei, seine Totenrede abzufassen, aus Furcht, er könne, wenn seine Todesstunde käme, dazu keine Zeit mehr finden. Mir geht es ganz ähnlich. Ich liege zwar noch nicht im Sterben, aber der Tag ist nicht mehr fern. Darum möchte ich noch ein Abschiedswort an Euch richten. Denkt daran, daß es meine letzte Botschaft an Euch ist, und beherzt sie wohl.

Mein Leben war glücklich, und ich möchte nur wünschen, daß jeder von Euch ebenso glücklich lebt.

Ich glaube, Gott hat uns in diese Welt gestellt, um darin glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. Das Glück ist nicht die Folge von Reichtum oder Erfolg im Beruf und noch weniger von Nachsicht gegen sich selbst. Ein wichtiger Schritt zum Glück besteht darin, daß Ihr Euch nützlich erweist und des Lebens froh werdet, wenn Ihr einmal Männer sein werdet.

Das Studium der Natur wird Euch all die Schönheiten und Wunder zeigen, mit denen Gott die Welt ausgestattet hat. Euch zur Freude. Seit zufrieden mit dem, was Euch gegeben ist, und macht davon den bestmöglichen Gebrauch. Trachtet danach, jeder Sache eine gute Seite abzugewinnen.

Das eigentliche Glück aber findet Ihr darin, daß Ihr andere glücklich macht. Versucht, die Welt ein bißchen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt.

Wenn dann Euer Leben zuende geht, mögt Ihr ruhig sterben im Bewußtsein, Eure Zeit nicht vergeudet, sondern immer Euer Bestes getan zu haben.

Seid in diesem Sinn "allzeit bereit", um glücklich zu leben und glücklich zu sterben. - Haltet Euch immer an das Pfadfinderversprechen, auch dann, wenn Ihr keine Knaben mehr seid.

Euer Freund 

            

Autogramm von Baden-Powell